Steigung? Ja! Aber wieviel?

In diversen Foren wird empfohlen, die Steigungen auf der Modellbahn im Bereich von 2,5 bis höchstens 3% zu begrenzen. Ich hatte jedoch das Problem, dass ich aufgrund der Platzverhältnisse Steigungen von bis zu 3,5% einplanen musste. Also realisierte ich heute einen Testaufbau, der mir die realen Verhältnisse zeigen sollte. Ein paar alte Trassenbretter und diverse Unterleghölzer führten schnell zum gewünschten Ergebnis.

Die folgende (unmaßstäbliche) Skizze zeigt den Verlauf der Steigungen auf der Teststrecke:

Skizze_Steigung

Dabei wurde darauf geachtet, dass zahlreiche gebogene Gleisstücke Verwendung fanden. Zusätzlich wurde keine besonderen Ausrundungen am Beginn oder Ende einer jeden Steigung vorgesehen, was den Test zusätzlich erschweren sollte.

Als Probanden dienten drei Loks: eine V20 von Lima, eine V80 von Trix, und eine BR003, ebenfalls von Trix. Als Anhängelast fungierten vier ältere Silberlinge von Roco mit je 26,5cm Länge und drei 30cm-Roco-D-Zugwagen aus einem aktuellen Startset. Alle Loks und Waggons sind mit Roco-Kurzkupplungen und entsprechender Kurzkupplungs-Kinematik ausgerüstet. Ausnahme: bei der BR003 kam zusätzlich noch ein kurzer zweiachsiger Güterwagen zum Einsatz, der an der einen Seite eine Bügelkupplung besitzt und damit mit der Dampflok gekuppelt werden kann.

Das Ergebnis des mehrstündigen Tests sieht wie folgt aus:

  1. V20
    Die Lok verfügt über 2 Achsen, also 4 Räder, hat aber keine Haftreifen. Erwartungsgemäß ist die Zugkraft auf der schiefen Ebene begrenzt: maximal zwei 30cm-D-Zug-Wagen lassen sich – mit teils erheblichem Schlupf – über die Steigung nach oben ziehen.
  2. V80
    Die Lok verfügt über 4 Achsen, also 8 Räder, wovon zwei mit Haftreifen ausgerüstet sind. Die Zugkraft ist enorm! Die Lok befördert anstandslos alle 7 Personenwagen über die Steigungsstrecke nach oben. Dabei besteht noch Luft nach oben! Trotz der Schlangenlinien auf der Steigungsstrecke kam es bei keinem Wagen zu einem Verhaken der Kupplungen oder gar zu einer Entgleisung! Dies gilt ebenso für die Fahrt über die Gefällestrecke nach unten!
  3. BR003
    Die Lok verfügt über 10 Achsen, also 20 Räder, wovon zwei (große Treib-)Räder mit Haftreifen ausgerüstet sind. Die Zugkraft ist ebenfalls enorm! Die Lok befördert anstandslos alle 7 Personenwagen und den Güterwagen über die Steigungsstrecke nach oben. Dabei besteht noch Luft nach oben! Trotz der Schlangenlinien auf der Steigungsstrecke kam es bei keinem Wagen zu einem Verhaken der Kupplungen oder gar zu einer Entgleisung! Dies gilt ebenso für die Fahrt über die Gefällestrecke nach unten!

Die beiden nachfolgenden kurzen Videos zeigen die BR003 einmal bergwärts und einmal talwärts fahrend. Experiment gelungen!

 

 

Fazit: von haftreifenlosen Loks abgesehen sind Steigungen bis maximal 3,5% – auch wenn die Steigungsstrecke in Kurven oder Schlangenlinien verläuft – für die von mir vorgesehenen Züge mit maximal 6 langen Personenwagen und großer Dampflok überhaupt kein Problem! Bei Loks ohne Haftreifen muss die maximale Anhängelast im Einzelfall gestestet werden, aber dafür sind ohnehin nur kurze Züge vorgesehen!

PS: die BR003 ist ordnungsgemäß geschmiert und hat keinen Sounddecoder :=)
Sie klingt halt so kernig…

Modellbahn-Fahrtag in Böckingen

Von Zeit zu Zeit muss man sich ja auch ein paar Anregungen aus der Praxis holen. Nicht nur beim Vorbild, sondern auch bei großen Modellbahnanlagen. Eine besonders schöne befindet sich bei mir in unmittelbarer Nähe: die Anlage des Eisenbahnclub Heilbronn. Dort war heute Fahrtag!

Zirngiebelhausen

Zirngiebelhausen

Fest

Fest

Wartberg

Wartberg

Hauptbahnhof

Hauptbahnhof

Hauptbahnhof

Hauptbahnhof

12.1.2014: Gleisplan gezeichnet!

In den letzten beiden Tagen habe ich mit Hochdruck am Gleisplan gearbeitet. Hierbei hat mir das Buch „Anlagen-Planung für vorbildgerechten Modellbahn-Betrieb“ von Otto O. Kurbjuweit sehr geholfen, ebenso wie das zugehörige Forum. Dort habe ich zu meinem Gleisplan schon zahreiche Verbesserungsvorschläge erhalten. Meinen aktuellen Anlagenentwurf von heute findet man hier!

9.1.2014: Tür umgebaut!

Heute vormittag wurde die Türe zum Hobbyraum vom örtlichen Schreiner umgebaut. Die Tür war ein echter Problemfall, denn sie ging in den Raum hinein auf und hätte damit im Inneren des Modellbahnkellers zuviel Platz beansprucht. Dem Schreiner ist es gelungen, die Zarge verlustfrei aus- und um 180 Grad versetzt wieder einzubauen. Jetzt geht die Tür – völlig ungewohnt – in den Flur hinein auf. Und im Hobbyraum kann ich jetzt die gesamte Grundfläche verplanen!

1.1.2014: Start einer neuen (Modellbahn-)Ära

Nach einem vermurksten Winterurlaub mussten wir Silvester ungeplant zu Hause verbringen. Doch jede Münze hat bekanntlich zwei Seiten, und so konnte ich die freie Zeit sinnvoll für die Modelleisenbahn nutzen. Bereits am 1. Januar begannen die Umbauarbeiten, um den Hobbyraum (wieder) seinem ursprünglich geplanten Zweck zuzuführen. Dazu mussten einige Schränke umgezogen und der ganze Raum ausgemistet und komplett leergeräumt werden. Im Anschluss daran wurden in dreitägiger Kleinarbeit die Decke und alle Wände frisch gestrichen. Als Wandfarbe wurde dabei gleich ein zartes Blau („Alpina Heiteres Blau“ aus dem Baumarkt mit den drei großen Buchstaben) verwendet, sozusagen als „Soforthintergrund“. Und so präsentiert sich am 6.1. nachmittags der komplett renovierte Modellbahn-Keller:

Hier eine Patchwork-Bild der verschiedenen Ansichten meines frisch renovierten Modellbahnkellers

Hier ein Patchwork-Bild der verschiedenen Ansichten meines frisch renovierten Modellbahnkellers